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Seminare zu Traumaarbeit

Seminare zum Thema
„Traumaarbeit in der sozialen Arbeit”

Migration, Flucht und Trauma: die pädagogische Arbeit mit traumatisierten Flüchtlingen und unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen

Weltweit befinden sich ca. 65 Millionen Menschen auf der Flucht. Inhalte des Kurses sind das Zusammenwirken von Migration, Flucht und Trauma und die Entstehung möglicher Folgestörungen.

Der Kurs soll ein Verständnis für Trauma-bedingtes Verhalten und die Symptome von Traumafolgen vor dem Hintergrund von Flucht und Vertreibung beschreiben. Ziel ist es, konkrete Hilfestellungen zu geben, um mit Trauma-bedingten Verhaltensweisen bei Flüchtlingen und Asylsuchenden umzugehen.

Im weiteren Verlauf werden den Teilnehmenden verschiedene Methoden zur Förderung von Resilienz und zur Stabilisierung auf der Grundlage einer Haltung von Wertschätzung im pädagogischen Prozess in der Begleitung von traumatisch belasteten Flüchtlingen vermittelt. Nach dem Kurs werden die Teilnehmenden in der Lage sein, die Situation traumatisch belasteter Menschen besser zu verstehen und einzuordnen und sie durch eine spezielle Form von traumaspezifischer Arbeit hilfreich zu begleiten und zu unterstützen.

Zielgruppe: Fachkräfte aus psychosozialen, pädagogischen, medizinischen Berufsfeldern mit pädagogischen, erzieherischen und/oder pflegerischen Tätigkeiten, die ihre Kompetenz in den Bereichen der Arbeit mit traumatisierten Flüchtlingen und deren Familien mit den Symptomen von Posttraumatischen Belastungsstörungen und deren Folgen erweitern möchten.

Termin: 2.und 3. Februar 2018
1. Tag: 10.30 – 19.00 Uhr
2. Tag: 09.00 – 17.00 Uhr

Veranstaltungsort: AGFJ Familienhilfe-Stiftung, Marga-Rothe-Haus in Heidelberg

Teilnahmegebühr und Anmeldung: 198,- € - Anmeldefrist ist der 02.01.2018

Teilnehmerzahl: mindestens 8 bis 16 Teilnehmende

Referent: Gernot Hois

 

Umgang mit Trauma in pädagogischen und anderen helfenden Berufen und die besondere Bedeutung einer guten Selbstfürsorge der Helfer/innen

In der Beratung und in sozialen Kontexten begegnen uns Menschen, die überwältigende Ereignisse erlebt und überlebt haben. Nicht jeder Mensch, der ein Trauma erlebt hat, entwickelt eine Traumafolgestörung mit entsprechenden Symptomen. In der Arbeit mit Menschen braucht es ein Grundwissen darüber, wie Trauma im menschlichen Organismus wirkt und welche Folgen es auf das Denken, die Gefühle, die Wahrnehmung des eigenen Körpers und die Handlungsfähigkeit hat. Wichtig ist es, ein Verständnis zu entwickeln, wie Trauma im Familiensystem wirkt und wie es über Generationen wirken kann. Kinder sind in besonderem Maße von ihren primären Bezugspersonen abhängig und traumatische Erfahrungen prägen deren Entwicklung entscheidend.

Oftmals gehen Menschen mit Komplextraumatisierungen um, deren Folgen das Leben in einer gravierenden Weise beeinflussen. Ängste und Panik, Depressionen, Süchte, ein geringes Selbstwertgefühl, emotionale Unausgeglichenheit sind einige der Symptome. Als Helfer/in die eigenen Ressourcen zu kennen und die Ressourcen der Klienten oder Patienten zu erkennen ist ein wichtiger Baustein in der Arbeit, so dass neben dem Schweren auch das Leichte da sein darf. Die Begegnung mit Trauma kann eigene evtl. traumatische Erfahrungen in Resonanz bringen. Was macht es mit den Helfer/innen, die in Kontakt mit traumatisierten Menschen kommen?

In der Arbeit mit traumatisierten Menschen braucht es ein besonderes Augenmerk auf die eigene Selbstfürsorge, damit wir selbst handlungsfähig und gesund bleiben. Im Seminar erfahren sie, wie Trauma im Organismus und im Familiensystem wirkt, wie sie stabilisierend und ressourcenorientiert arbeiten können, wie sie mit Dissoziation umgehen und wie sie eine Retraumatisierung vermeiden können. Neben anschaulicher und lebendiger Theorie wird es Übungen und Raum für Reflexion und Fragen geben.

Zielgruppe: Menschen in pädagogischen und anderen helfenden Berufen, Der Traumabegriff ist bekannt und wird nur kurz erläutert.

Termin: 13. und 14. April 2018
1. Tag: 10.30 Uhr – 19.00 Uhr
2. Tag: 09.00 Uhr – 13.00 Uhr

Veranstaltungsort: AGFJ Familienhilfe-Stiftung, Regionalgruppe Mannheim

Teilnahmegebühr und Anmeldung: 148,- € - Anmeldefrist ist der 13.03.2018

Teilnehmerzahl: mindestens 8 bis 16 Teilnehmende

Referentin: Mechthild Münch