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Sozialpädagogische Familienhilfe nach dem Heidelberger Modell

Sozialpädagogische Familienhilfe nach dem Heidelberger Modell

Sozialpädagogische Familienhilfe nach dem Heidelberger Modell ist ein Unterstützungsangebot im Rahmen der Hilfe zur Erziehung und wird im § 31 KJHG (Kinder- und Jugendhilfegesetz) wie folgt beschrieben: „Sozialpädagogische Familienhilfe soll durch intensive Betreuung und Begleitung Familien in ihren Erziehungsaufgaben, bei der Bewältigung von Alltagsproblemen, der Lösung von Konflikten und Krisen, sowie im Kontakt mit Ämtern und Institutionen unterstützen und Hilfe zur Selbsthilfe geben. Sie ist in der Regel auf längere Dauer angelegt und erfordert Motivation und Mitarbeit der Familie. Die Hilfe wird initiiert und finanziert über das für die Familie zuständig Jugendamt.

Eine Besonderheit des Heidelberger Modells sind die auf dem Hilfeplan des Jugendamtes aufbauenden Selbsthilfepläne.

Hier werden die mit der Familie - nicht für die Familie - erarbeitenden Ziele in einzelnen Handlungsschritten konkret geplant und erreichbar gemacht.
Durch eine mit der Familie geplante konkrete Aufgabendelegation: "Wer erledigt was bis wann" werden alle Familienmitglieder am Erfolg beteiligt.

Der Familienhelfer übernimmt dabei die Rolle des "Mutmachers". Er setzt sich mit dem Problem der Familie auseinander, er zerlegt das Problem in kleine Schritte, so dass sich ein Erfolg einstellen kann, er vergisst seine eigenen Massstäbe und versetzt sich in die Situation der einzelnen Familienmitglieder, er sieht von seinem Bedürfnis ab, den anderen zu zeigen, was er alles kann.